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Zum Abschluss: Das Literatentreffen hört auf!

Zwischen dem vorherigen und diesem Post in diesem unseren liegen Blog liegen Jahre: Jahre, die zwar nicht völlig untätig und leer verstrichen sind - aber Jahre dann doch, wo es nichts neues zu vermelden oder sich zumindest niemand dafür fand, eine Meldung zu verfassen.

Jetzt, Ende Juli 2024, stellt das Literatentreffen seine Arbeit offiziell ein. 

Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, gibt es doch - unserer Wahrnehmung nach - keine vergleichbare Gruppe in Wuppertal, wo sich erfahrene und weniger erfahrene Autor:innen treffen konnten, um sich über ihr Schreiben auszutauschen und sich gegenseitig wertschätzend Anerkennung zuzusprechen. Zwar haben wir uns auch während Corona (via ZOOM) und auch in den Jahren seitdem jeden letzten Sonntag im Monat getroffen. Die Runde wurde aber immer kleiner; die Zahl der Texte, die zum Vorlesen mitgebracht wurden, geringer und gemeinsame Projekte, eine neue Anthologie, neue gemeinsame Lesungen im ADA oder der Börse wie früher, kamen nicht in die Gänge. Aber unsere Radiosendung LiteraturHörbar gab es weiterhin (jeder letzten Sonntag im Quartal eine Stunde im Bürgerfunk auf Radio Wuppertal); wenngleich in den letzten Jahren weniger direkt angebunden an unsere Gruppen, sondern eigenverantwortlich umgesetzt von einzelnen Mitgliedern.  

Jetzt also der Schlussstrich ... der Punkt am Ende des Satzes.

Das bisher entstandene, wie dieser Blog oder unsere Seiten in Facebook und YouTube, wollen wir fortbestehen lassen als Dokumentation, dass es uns einmal gab und was wir alles waren und machten. Und auch unsere Radiosendung wird es noch einige Zeit weitergeben ... noch gibt es ja die Aktiven dahinter.

Vielen Dank für eure Begleitung und euer Interesse!

Wir, die beim Literatentreffen dabei waren, sind ja (noch) nicht aus der Welt.

Somit bleibt ja die Chance und Hoffnung, dass wir uns - wo und auf welche Weise auch immer - wiedersehen. 

Jahresabschluss 2018: Das Literatentreffen sagt "Danke!"

Liebe Freundinnen und Freunde, mit diesem letzten Post des Jahres 2018, wollen wir einmal nicht neue Veranstaltungen, Publikationen oder Radiosendungen ankündigen. Die gibt es erst 2019 wieder. Stattdessen wollen wir "Danke" sagen !
Danke an EUCH. Danke für eurer Interesse an unserem Schaffen! Danke für eure Teilnahme an unseren Veranstaltungen, eure Aufmerksamkeit für unsere Aktivitäten!
Von uns aus lässt sich sagen: Im Rückblick auf das Jahr 2018 sind wir stolz und zufrieden. Wir haben viel geschafft und viel getan:
  • Monatliche Treffen in unserem Kreis, zum Austausch und zur gemeinsamen Planung - zuerst im Treffpunkt am Otto Böhne-Platz und dann, nach seiner Schließung, im Lutherstift.
  • Vom Januar bis November unseren Monatsausklang - Zeit für Texte im Café ADA gestaltet: An jedem letzten Donnerstag im Monat von 19.00 bis 20.30 Uhr.
  • Zwei einstündige Radiosendungen unserer Reihe LiteraturHörbar produziert und im Bürgerfunk gesendet; Wer mag, kann sie - wie auch alle vorherigen Sendungen - nachhören in unserem Literatur-Kanal bei Soundcloud 
  • Unsere traditionelle Lesematinee an einem Nobember-Sonntag-Morgen im Kommunikationszentrum die börse veranstaltet: diesmal am 18.11.2018 mit der Essener Band autotext als Highlight ... wieder einmal ein literarisch und musikalisch begeisterndes Event (Fotos gibt es HIER zu sehen)! 
  • und - nicht zuletzt - Gemeinschaftslesungen organisiert und durchgeführt: in Wichlinghausen zur Präsentation unser Anthologie "Ansichtssachen" (veröffentlicht im November 2017), bei der Blauen Stunde in Düsseldorf, der LITronsdorf (in Ronsdorf) oder als Dank dafür, dass wir uns dort treffen und tagen können, im Lutherstift ... und das waren nur die wichtigsten.
Mit Autorinnen und Autoren aus unserem Kreis waren wir zudem vertreten auf allen Lesefesten in Wuppertal von der Literaturbiennale bis zur LangLese und auf unzähligen Lesebühnen, in Lesecafés, Leseorten oder Poetry-Slams in Wuppertal, Solingen, Remscheid und weit darüber hinaus.
Die Wuppertaler Presse hat über Autorinnen und Autoren aus unserem Kreis mehrfach berichtet, nicht zuletzt aus Anlass ihrer vielfältigen Veröffentlichungen und eigenen Lesungen oder auch Lesereihen. Acht Bücher (wenn wir richtig gezählt haben) wurden im Laufe des letzten Jahres von Autorinnen und Autoren aus unserem Kreis publiziert. Hinzu kommen die Herausgabe von Zeitschriften sowie zahlreiche literarische Buch- und Zeitschriften-Beiträge: Der Büchertisch zur Lesematinee in diesem Jahr, wo wir nicht einmal alle unsere Werke zusammengetragen haben, war übervoll!

Kurz: das Literatentreffen ist produktiv, aktiv und gefragt!

Dass da noch mehr geht oder manchmal verbessert werden kann, steht außer Frage. Da haben wir uns für 2019 schon einiges vorgenommen.Vor allem aber wollen wir weiter machen und fortsetzen, was wir nun schon seit Jahren so erfolgreich tun:
  • Gelegenheiten schaffen, Wuppertaler Literatur wahrzunehmen - über die schon längst und lange etablierten Namen und Werke hinaus.
  • Begegnungsräume gestalten für Autorinnen und Autoren untereinander und mit interessierten Leserinnen und Lesern (also euch). 
Und - uns besonders wichtig und beinahe schon eine stadt- und kulturpolitische Positionierung - ist es für uns für Wertschätzung einzutreten:
  • Wertschätzung für dieses seltsam-besondere Hobby des literarischen Schreibens. 
  • Wertschätzung für die Anstrengungen, die es bedeutet, Texte zu schaffen und zu verbessern, bis man sie veröffentlichen kann, und 
  • Wertschätzung für den Mut und das Geschick, die es braucht, wenn man sich mit dem selbst Geschriebenen vor ein Publikum stellt und sich so persönlich öffnet und stellt. 
Wir würden uns freuen, wenn ihr uns - dem Literatentreffen - gewogen bleibt und euch für unsere Arbeit weiter interessiert: Veranstaltungen besucht, Bücher kauft oder schlicht herum erzählt, dass es uns gibt und was wir so machen (und dass das "toll ist", natürlich).

In diesem Sinne, wünschen wir euch ein frohes Fest, schöne Feiertag und einen guten Rutsch!

Bis nächstes Jahr!

Ein Abschied: Der "Treffpunkt" verschwindet

Er ist und bleibt unser Quartier: der Ölberg in Wuppertal - immer wieder begeistert nehmen wir an den vom örtlichen Nachbeschafts- bzw. Unternehmerverein organisieren Events wie dem Literaturfestival "Der Berg liest" oder dem Ölbergfest teil. Und mit Interesse und Freude haben wir haben wir die positive Entwicklung bei der Vermietung der Ladenlokale auf der Marienstraße vermerkt: die Leerstände haben  sichtlich abgenommen - und die neuen Geschäfte (Boutiquen, Kaffees und Eisdielen) als kulinarisch-kulturelle Bereicherung wahrgenommen. 
Nun zeigen sich allerdings auch erste negative Folgen dieser Entwicklung: die NEU-Vermietungschancen von Ladenlokalen werden für die Immobilienbesitzer zunehmend attraktiv, so dass erste Kündigungen bisher eingesessener Geschäfte oder Zwischenutzungen zu verzeichnen sind. Konkret betroffen ist auch die ehemalige Gaststätte "Treffpunkt", Ecke Marienstraße / Gertrudenstraße am Otto-Böhne-Platz, die seit vielen Jahren als kommunaler Senioren- & Nachbarschaftstreff genutzt wurde - und in dem auch wir unsere Heimstatt hatten. Zum Monatsende März (also quasi ab sofort) wird der "Treffpunkt" geschlossen, um für eine Neuvermietung als Kiosk umgebaut zu werden (der Kiosk wiederum muss aus einem anderen Ladenlokal weichen ... eine heftiges Aus- und Umziehen / Verdrängen startet gerade).
Somit sind wir - seltsames Wort, das - erst einmal heimatlos: Für unser nächstes Sonntagstreffen am 25. März haben wir dankenswerterweise im "Lutherstift" am Schusterplatz Unterschlupf gefunden: wir treffen uns ab 11.00 Uhr im "Blauen  Sitzungszimmer". Wie immer sind Schreibende, die Gelegenheiten zum Austausch und zu Präsentation ihrer Texte suchen, herzlich willkommen (Vor-Anmeldungen bitte an literatentreffen [at] web.de).
Der Abschied vom "Treffpunkt" soll so keinen Abschied vom Ölberg bedeuten. Auch für den kommunalen Nachbarschaftstreff, der im "Treffpunkt" zu Hause war, wird - so haben wir gehört - nach einer neuen Lokation gesucht. Noch gibt es ja - gerade in den Nebenstraßen des Ölbergs - einige zum Teil seit Jahren leerstehende Gaststätten ...